Was ist ein Faszienspezialist?

Das Berufsbild und Tätigkeitsfeld eines Faszienspezialisten.

Ein-e Faszienspezialist-in ist darauf spezialisiert mittels manuellen Faszienanwendungen, z.B. Faszienmassagetechnik, Faszienpressurtechnik, Fasziendehnung, fasziale Dysbalancen (Faszienverspannungen) in der menschlichen Faszien-Anatomie wieder in Balance zubringen und die körperliche Agilität, Mobilität, zu steigern. Darüber hinaus bewirkt die fasziale Mobilisation Regenerationsprozesse im Gewebe und assistiert dem Immunsystem. Dynamische Faszien verursachen keine Schmerzen!

Faszienverspannungen Adè

Wie lange dauert es bis sich verklebte Faszien lösen?

Die Faszienspezialisten lösen lokale Faszienverklebungen effektiv mit 2 bis 3 Anwendungen auf. Wobei die 2. Anwendung binnen 8 -12 Tage nach der 1. Anwendung erfolgen sollte. Der Abstand zwischen der 1. und 2. Anwendung sollte mindestens 4 Tage betragen. Die 3. Anwendung sollte wiederum binnen 14 Tage nach der 2. Anwendung erfolgen.

Wie fühlen sich Faszien Schmerzen an?

Oftmals werden Nervenfasern, Nervenenden oder fasziale Neurorezeptoren in faszialen Verklebungen und Verhärtungen eingeengt bzw. eingeklemmt. So entstehen Nervenschmerzen, die einen dumpfen Schmerz oder aber einen grellen Schmerz auslösen können. Das ist davon abhängig, am welchem Ort sich die Faszienverspannungen befinden und was sie einengt bzw. einklemmt. Die Schmerzen können während einer Ruhephase, aber auch bei Bewegungen auftreten.

Wie fühlen sich Faszienverklebungen an?

Grundsätzlich verursachen Faszienverklebungen Bewegungseinschränkungen an den Extremitäten, Rumpf, Hals, Kopf und Organe. Leidet man unter spürbaren faszialen Verklebungen, sind Morgenschmerzen ein wichtiger Hinweis, wo sich Verklebungen befinden. Bewegt man sich tagsüber, verbessern sich die Symptome. Wenn nicht, liegen evt. Faszienverspannungen anderer Art vor.

Was sind Faszienverspannungen?

Die Ursachen von Faszienverspannungen sind Faszienverklebungen, Verhärtungen, Verfilzungen und Crosslinks. >> Faszienverspannungen

  • Grundsätzlich verursachen Faszienverspannungen aller Facetten Bewegungseinschränkungen. Sowohl an den Extremitäten, Rumpf, Hals, Kopf als auch an Organen.
  • Faszienverspannungen beginnen zumeist an einer lokalen Stelle vom Körper und wirken sich mit fortschreitender Zeit global aus. Das Fatale daran ist, dass es zumeist schleichende Prozesse sind, die man zu Beginn nicht wahrnimmt oder ignoriert.
  • Fasziales Gewebe reagiert auf bestimmte manuelle Reize, Dehnung, mit Entspannung, jedoch nicht auf Wärme, mit einer nachhaltigen Verformung und Lockerung. Sobald das Gewebe auskühlt (Körpertemperatur annimmt), gehen die Faszien wieder in die Ausgangsstellung zurück, wie ein Gummiband.
  • Fasziale Neurorezeptoren regeln u.a. den Faszientonus, Anspannung im Gewebe. Das fasziale Gewebe beheimatet 6x mehr Rezeptoren als die Muskulatur.
  • Faszien können ihren Aggregatzustand verändern. D.h. von fester Form in gelartige Form. Dabei verändert sich der Gewebezustand und lässt eine Verformung und Verlängerung vom Gewebe zu. Die Anspannungen im Gewebe gehen zurück. Das kann mit einer manuellen Faszientechnik oder aber mit einer Fasziendehnung erreicht werden, wobei für eine erfolgreiche Fasziendehnung jede Dehnung mindestens 2 Minuten gehalten werden muss. An der Faszien-Verformung sind unter anderem fasziale Mechanorezeptoren beteiligt. Kein anderes menschliches Gewebe besitzt ähnliche Eigenschaften. Muskelfasern würden reißen (Muskelfaserriss), wenn sie über einen bestimmten Dehnungspunkt hinaus gedehnt werden.

Wie stellen Sie sicher, dass Sie die richtige Faszienanwendung erhalten?

Erkundigen Sie sich vor Ihrem geplanten Termin beim Faszienspezialist-in, welche Faszien-Behandlungstechnik (Faszienmassagetechnik, Faszienpressurtechnik, Dehnungstechnik etc.) zum Einsatz kommt und was sie bewirken soll?

Was verursacht Faszienverspannungen?

Die Hintergründe von Faszienverspannungen sind vielschichtig und individuell: Lebensstil, Ess- und Trinkverhalten, Übersäuerung (pH-Wert), Alter, monotone Bewegungsabläufe im Alltag, Bewegungsdefizite, elektromagnetische Einflüsse, Umweltgifte aus der Luft, Boden, Wasser oder Hygieneartikeln und ihre Anhäufungen im Organismus in Form von Schwermetalle, anorganische Stoffe, Pestiziden und Mikroplastik. Die moderne Umwelt hinterlässt seine Spuren beim Naturwesen Mensch, und beeinflusst zunehmend die Lebensqualität und Lebenserwartung!

Wie verhinderte man Faszienverklebungen und Verspannungen?

Das Naturwesen Mensch benötigt für eine gute Versorgung und Erhalt vom ganzheitlichen Fasziensystem u.a. ausreichende Dehnungs- und Kontraktionsreize. Das fasziale System wird nicht direkt mit Blut versorgt. Die Versorgung mit Nährstoffen, Sauerstoff übernimmt die Gewebeflüssigkeit, die wiederum auf Muskelaktivitäten angewiesen ist, um den nötigen Pump- und Sogeffekt im Gewebe zu erzeugen. Stillstand verursacht Übersäuerung und Verklebungen. Über die Lymphe werden Abfallprodukten aus dem Gewebe transportiert. Frisches Wasser rein, altes raus!

Was unterscheidet Faszien vom Bindegewebe?

Faszien besitzen je nach Einsatzort mehr oder weniger Elastin und Kollagen (Kollagenes Bindegewebe) und sind mit vielen unterschiedlichen Neurorezeptoren bestückt.

Tiefen Faszien

Muskelfaszien umhüllen und durchziehen den Muskel. Die Muskelfaszienhülle (Epimysium) hält den Muskel in seiner Form und verbindet sich über Sehne mit der Knochenhaut (Periost) bzw. Knochen / Gelenke. Darüber erfolgt die Kraftübertragung vom Muskel auf das Skelett und Bewegung kommt zustande.